Weltenlohn


Weltenlohn / Raubbau

 

Bild

Acryl auf Leinwand 70 x 70 cm

 

Der braune Farbgrund wurde mehrschichtig aufgetragen. Es wurden 3 unterschiedliche Farbabstufungen aufgebracht, die nach unterschiedlichem Trocknungsgrad wieder übermalt wurden. Auf diese Weise entsteht ein Malgrund, der unterschiedliche Färbungen aufweist.

Hellere Brauntöne schimmern durch den darüber liegenden Farbauftrag und verleihen dem Grund Tiefe, Spannung.

Der Auftrag in der Farbe Gold erfolgte punktuell und wurde mit einem Zahnspachtel über das Bild schwungvoll verteilt.

Mit Holzspieß wurden die Färber-Bassins (farbigen Kreise) pointilliert aufgetragen.

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Die braune Farbe steht für den lehmigen Boden, die Erde; die farbig angelegten Bassins sind Färberbecken. Das Gold ist wegen seines Sonnenglanzes schon seit frühen Zeiten das Metall der Götter, Könige, Kaiser.

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Spannungsbogen werden erzeugt durch das mattierte Braun zum Glanz der Farbe Gold.

Warme Farben stehen im Gleichgewicht zu den Kalten.

Der flächige Auftrag in braun, matt steht im Ausgleich mit dem schwungvollen Verlauf der Farbe Gold.

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Perspektive: von oben

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Wir leben in einer verwundbaren Welt. So schön die Färberbassins auch von oben aussehen, so stellen sie doch einen Eingriff in die Natur dar, ohne Rücksicht auf die Folgewirkungen. Die Bassins sind Kratern nicht unähnlich, der Inhalt verderblich.

Der Raubbau ist am kurzfristigen Gewinn orientiert, wobei er in der Folge eine langfristige Nutzung erschwert oder gar verhindert.

Unter Raubbau an der Natur wird eine kaum oder gar nicht umkehrbare Einflussnahme auf die Natur verstanden. Mit Natur ist die Umwelt gemeint, wie sie sich entwickelt hätte, wenn der Mensch keinen weiteren Einfluss genommen hätte. Die Einflussnahme hat überwiegend negative Effekte. Die Goldfarbe steht für den Gewinn und das menschliche Streben nach materiellem Wohlstand. Die Figürlichkeit der Embryonalentwicklungsphase wurde bewusst gewählt, um die Verletzlichkeit der Welt darzustellen und die generationsübergreifende Verantwortung. Wir haben Einfluss auf deren Entwicklung, genauso wie die werdende Mutter Einfluss auf ihr ungeborenes Kind hat. 

Gedankenlos ist immer noch unser  Umgang mit der Natur, mit der Welt in der wir alle leben.

 

 

Menschnatur
Menschnatur

Weltenlohn / Menschnatur

 

Bild

Filzstift/Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm

 

Die Farbflachen wurden mit Filzstift ausgearbeitet. Linie an Linie. Es wurden unterschiedilche Grün- und Brauntöne verwendet. Diese wechseln sich ab mit in Gelb gehaltene Flächen, Ein Weg wird durch eine Baumallee angedeutet, die in Acryl pointilliert aufgetragen wurden. 

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Die linierten Farbflächen stellen bestellte Acker dar. Man kann deutlich erkennen, wie die Saat in die Erde eingebracht wurde.  Der Weg und die Baumkronen sind in weiß ausgearbeitet. Das Sohlenprofil eines Schuhs passt sich dem Umfald an. Die einzelnen Erhebungen sind in den Umgebungsfarben grün und gelb angedeutet. Darüber hinaus erhielten sie einen weißen "Schatten".

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Spannungsbogen werden erzeugt durch die unterschiedlich ausgerichteten Felder. Hier stehen warme und kalte Farben im Gleichgewicht. 

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Perspektive: von oben

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Mit Natur ist die Umwelt gemeint, wie sie sich entwickelt hätte, wenn der Mensch keinen weiteren Einfluss genommen hätte. Als Städter ist man schon beindruckt von einem weiten Feld, das uns ländlich, idyllisch anmutet. Die wahre Natur finden wir nur noch in ausgewiesenen Schutzgebieten oder Urwälder.  Die Einflussnahme des Menschen in die Natur wird durch die Gradlinigkeit der Felder, durch den Schuhabdruck angedeuetet. Die Farbe unterstützt die Wirkung, das Ackerbau der Wirtschaft dient und nichts mit der eigentlichen Begrifflichkeit "Natur" zu tun hat.

Kein Platz für die Natur, Eiskalt der Umgang mit Mutter Erde, die uns nährt.

Dieses wird ausgedrückt, durch die Farbe weiß, die die Verbindung herstellt, zwischen Erde und Mensch. Ein eisiges Verhältnis.